Eine Aufnahme des Hafengebietes in Malaga mit Mein Schiff 2 von TUI Cruises im Hintergrund, Malaga, Spanien, 2025.

Hafen ausgefallen


Nicht jede Reise verläuft nach Plan. Für Kreuzfahrten wird geschätzt, dass bei jeder fünften Reise ein Problem auftritt – häufig wird es bei diesen Problemen um Änderungen des Reiseverlaufs im Hinblick auf gestrichene bzw. ausgefallene Häfen gehen.

Hafenausfälle können dabei viele Gründe haben: Manchmal müssen Häfen aus betrieblichen „operativen“ Gründen geändert werden, auch schlechte Wetterverhältnisse führen neben technischen Problemen häufig zu Routenänderungen und/oder Hafenausfällen.

Manches Mal haben Reiseveranstalter schlecht bzw. fehlerhaft geplant, bspw. weil der Hafen zu dem beabsichtigten Zeitpunkt keinen Liegeplatz mehr frei hat oder weil das Schiff im Hinblick auf die nächste Reise wieder früher am Zielhafen sein muss. In solchen Fällen wird oft von den obigen „operativen“ Gründen gesprochen, ohne Ihnen als Reisender der jeweiligen Kreuzfahrt jedoch genau zu erklären, was dahinter steckt. Je nach Ziel können aber auch ganz einfach stärkere Windbedingungen verhindern, dass die größeren Kreuzfahrtschiffe sicher anlegen können. Diese schlechten Wetterverhältnisse gehören dabei zu den häufigeren Streitpunkten im Reiserecht.

Hier finden Sie alle aktuellen Fälle von Kreuzfahrten bei denen ein Hafen oder mehrere Häfen ausgefallen sind oder Aufenthalte an Häfen anderweitig abgesagt wurden.

Manchmal können Reedereien wie AIDA Cruises und TUI Cruises etwas für die Änderung, manchmal auch nicht. Dabei ist die Frage, wer etwas für den Ausfall kann, im Endeffekt meistens gar nicht wichtig. Einer der häufigsten Missverständnisse ist nämlich, dass eine Minderung nur dann geltend gemacht werden kann, wenn der Veranstalter einen Fehler gemacht hat.

Das ist jedoch nicht korrekt.

Auch bei höherer Gewalt, wie schlechtem Wetter, hat der Reisende Anspruch auf eine Entschädigung, weil die ursprüngliche Leistung nicht erbracht wurde. Denn darum geht es in einem ganz einfachen Vertragsverhältnis, wie dem Reisevertrag. Sie bezahlen den Reisepreis und der Reiseveranstalter verpflichtet sich seinerseits dazu, die Reiseleistungen so zu erbringen, wie Ihnen versprochen wurde. Dazu gehört in den meisten Fällen die Hinreise zum Schiff, die Rückreise nach Hause, die entsprechende Kabine an Bord und eben auch das Anfahren der jeweiligen Häfen auf der Kreuzfahrt.

Als Reisende haben Sie Rechte – viele Betroffene wissen nur leider nicht, dass es bei ausgefallenen Häfen oft um deutlich mehr Geld geht, als sie denken.

Eine Aufnahme des Hafengebietes in Malaga mit Mein Schiff 2 von TUI Cruises im Hintergrund, Malaga, Spanien, 2025.

Foto: Malaga von Meina Yin

Eine Luftaufnahme von mehreren Kreuzfahrtschiffen unterschiedlicher Reiseveranstalter im Hafen von Nassau, Bahamas, 2019.

Foto: Nassau von Fernando Jorge

Eine Aufnahme von der Hafeneinfahrt, Valletta, Malta, 2022.

Foto: Valletta von Spruce

Was bedeutet das für mich?

Reisende, die von Änderungen betroffen sind, sollten nicht zögern, ihre Rechte zu prüfen. Der oft gehörte Satz „Sicherheit geht vor“ entbindet die Reederei nicht von ihrer Verantwortung.

Wir müssen immer wieder schmunzeln, wenn wir lesen, dass AIDA, Norwegian oder Royal Caribbean nichts für die Probleme können und dass man es deswegen schon hinnehmen muss, wenn von fünf Häfen auf einer Reise nur drei angefahren werden.

Auch wenn man denkt, dass die Reederei „nichts dafür kann“, bedeutet das nicht, dass keine Ansprüche bestehen.

Ihre Rechte im Reiserecht

Bei einer Kreuzfahrt bzw. einer Pauschalreise sind Sie als Reisende auf verschiedene Arten gesetzlich geschützt.

Das Pauschalreiserecht in Deutschland hat insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes das Ziel, einen angemessenen Interessenausgleich zwischen Reisenden und Reiseveranstaltern herzustellen. Fairness und Verbraucherschutz sind dabei die beiden wichtigen Gedanken für CruiseLaw.

Wenn Sie als Reisende Geld für eine Kreuzfahrt ausgeben, dann sollen Sie im Ergebnis auch das erhalten, was man Ihnen für Ihr Geld versprochen hat. Fehler können natürlich immer passieren und Probleme lassen sich auch nicht immer vermeiden.

Aber: Wenn Ihre Kreuzfahrt dadurch mangelhaft ist, dann ist es nur fair, wenn der Reiseveranstalter Sie für den Mangel entsprechend entschädigt. Das sieht auch der Gesetzgeber in Deutschland in so, denn das wirtschaftliche Risiko soll nicht auf Ihren Schultern als Verbraucher lasten.

Reiseveranstalter und Reedereien versuchen leider häufig, die Verantwortung bei Mängeln von sich zu weisen und Sie als Reisende mit Aussagen wie „Die Sicherheit unserer Gäste steht an erster Stelle.“ oder „Das kann vorkommen…“ abzuspeisen – das ist jedoch kein korrekter Umgang.

CruiseLaw hilft Ihnen dabei, dieses Ungleichgewicht auszugleichen und die Fairness wiederherzustellen.

Ihre Rechte als Kreuzfahrtreisende ergeben sich im Wesentlichen aus den §§ 651 ff. BGB und setzen sich grundsätzlich aus vier verschiedenen Kategorien zusammen:

Hier finden Sie die Antworten auf häufige Fragen und erfahren mehr über unser Angebot.

Die Nutzung von CruiseLaw ist kostenlos und das bleibt auch so. So können Sie in Ruhe prüfen, wie Ihre Situation aussieht und dann entscheiden, ob Sie uns beauftragen möchten. In den meisten Fällen zeigt Ihnen unser System schon vorab, wie hoch Ihre Entschädigung ausfallen kann.

Wenn Sie uns dann beauftragen, gehen Sie kein Risiko ein: Wir bekommen unsere Provision nur, wenn wir für Sie erfolgreich waren und eine Entschädigung durchgesetzt haben.

CruiseLaw übernimmt für Sie die Durchsetzung Ihrer Entschädigung gegenüber Ihrem Reiseveranstalter und begleitet Sie dabei von Anfang bis Ende. Als Legal-Tech-Rechtsdienstleister sind wir auf Kreuzfahrten spezialisiert und setzen uns dafür ein, ein möglichst gutes Ergebnis für Sie zu erreichen.

Das bedeutet, dass Sie sich dafür nicht selbst um einen Anwalt kümmern, zu keinem Beratungsgespräch fahren und auch keine Erstberatungsgebühr bezahlen müssen. Und wann und wo Sie CruiseLaw nutzen, entscheiden Sie selbst: auf dem Sofa am Laptop oder Tablet, unterwegs mit dem Handy oder in der Mittagspause im Büro.

Die Nutzung von CruiseLaw ist kostenlos. Unsere Provision stellen wir Ihnen erst in Rechnung, wenn wir Ihre Entschädigung vom Reiseveranstalter erhalten haben. Wie lange und wie aufwendig Ihr Fall für uns ist, spielt dabei keine Rolle.

Sie beauftragen uns online über unser System. Das geht schnell und einfach und kostet Sie nichts.

Das System führt Sie Schritt für Schritt durch Ihren Fall. Je nachdem, was bei Ihrer Reise vorgefallen ist und wie ausführlich Sie CruiseLaw nutzen möchten, fragt es genau die Angaben ab, die wir für die Bearbeitung brauchen.

Wenn bei der Eingabe Ihrer Daten etwas nicht klappt, schreiben Sie uns an service@cruiselaw.de. Weitere Wege, uns zu erreichen, finden Sie im Impressum.

Sie können uns jederzeit über unser Kontaktformular oder per E-Mail an service@cruiselaw.de schreiben.

Bei Fragen zum Datenschutz wenden Sie sich bitte an datenschutz@cruiselaw.de.

Unsere Postanschrift finden Sie im Impressum.

Wir versuchen, Ihre Anfrage innerhalb von 48 Stunden zu beantworten. Das ist im Einzelfall aber nicht immer möglich.

Ja, in der Regel schon. Sie müssen den Mangel dem Reiseveranstalter oder der Reiseleitung unverzüglich vor Ort anzeigen. Der Veranstalter soll so die Chance bekommen, den Mangel zu beheben.

Häufig ist diese Meldung Voraussetzung dafür, dass Sie später eine Entschädigung geltend machen können.

In manchen Fällen ist eine Mängelanzeige nicht nötig, nämlich wenn

  • der Veranstalter den Mangel kannte oder ihn nur aus Fahrlässigkeit nicht kannte,
  • der Veranstalter den Mangel selbst verursacht hat,
  • die Reiseleitung nicht erreichbar war oder
  • der Veranstalter den Mangel ohnehin nicht hätte beheben können.

Sagt der Veranstalter die Reise zum Beispiel zwei Monate vor Beginn ab, müssen Sie dazu nichts anzeigen.

Im Zweifel ist es am einfachsten, den Veranstalter immer zuerst zu informieren.

Die Mängelanzeige kann auch mündlich erfolgen. Wichtig ist aber, dass Sie alles dokumentieren: Bewahren Sie Fotos und Videos der Mängel sowie Quittungen auf und halten Sie Ihre Kommunikation mit dem Veranstalter fest, zum Beispiel in einem Mängelprotokoll, das die Reiseleitung unterschreibt. So lassen sich Ansprüche später schneller und ohne Gericht durchsetzen.

Sie haben ab dem Tag, an dem die Pauschalreise laut Vertrag enden sollte, zwei Jahre Zeit, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Deshalb können wir uns auch um Kreuzfahrten kümmern, die schon etwas länger zurückliegen.

Bitte denken Sie aber daran: In vielen Fällen ist eine Entschädigung nur möglich, wenn Sie den Reisemangel dem Reiseveranstalter unverzüglich angezeigt haben.

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